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Tipps zur Altersvorsorge

Angesichts der demographischen Entwicklung im Lande wird den Deutschen immer häufiger und eindringlicher zur privaten Altervorsorge geraten. Denn schließlich, so das wichtigste Argument, müssten in Zukunft die dann Arbeitenden für den Unterhalt von immer mehr Rentnern und Pensionären aufkommen. Es ist demnach absehbar, dass das Rentenniveau deutlich sinken wird. Die Nullrunden der Jahre vor 2008 für die Rentner haben allen diese Entwicklung klar vor Augen geführt.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen und somit bereits in frühen Jahren den Grundstein dafür zu legen, dass mit dem Ende der Erwerbsarbeit nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichtet werden muss.

Aktienfonds:
Wer sein Geld früher in den berühmten Sparstrumpf gesteckt hat, um später im Alter auf ein sicheres finanzielles Polster zurückgreifen zu können, wird sich bei Renteneintritt ziemlich geärgert haben. Hätte er sein Geld in einen Aktienfonds investiert, so wäre das Guthaben dank relativ hoher durchschnittlicher Wertentwicklung bei zahlreichen Aktienfonds enorm ausgebaut worden.
Natürlich werden die wenigsten Sparer ihr Geld tatsächlich in einen Strumpf oder unter das Kissen gelegt haben. Vielmehr sind nahezu astronomische Summen auf deutschen Sparbüchern bei meist recht mickriger Verzinsung deponiert worden. Erst in den 1990er Jahren entdeckten die Deutschen in großer Zahl die geldwerten Vorteile von Aktienfonds.
Aktienfonds investieren die ihnen zufließenden Kundengelder häufig in Aktien bestimmter Regionen oder Branchen. So gibt es beispielsweise Aktienfonds für Europa, Deutschland, Rohstoffe und Technologie. Doch der Anleger hat ebenso die Möglichkeit, in global agierende oder branchenübergreifende Fonds zu investieren. Entsprechend große Unterschiede existieren bezüglich des Risikos. Wer auf US-Aktienfonds setzt, trägt auch ein gewisses Währungsrisiko. Wer in kleine Nischenbranchen investiert, läuft Gefahr, dass im Falle eines wirtschaftlichen Abschwungs wegen des kleinen Marktes nicht schnell genug alle Papiere veräußert werden können.
Es lässt sich mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte festhalten, dass zahlreiche Aktienfonds ihren Anlegern gute Wertzuwächse beschert haben. Wer sich heute mit seiner Altersvorsorge auseinandersetzt, sollte jedoch auch kritisch hinterfragen, ob diese Entwicklung weitergeht oder ob er eine sichere Anlage mit garantierten, dann aber auch niedrigeren Zuwächsen favorisiert.

Bankauszahlungsplan: Ein Bankauszahlungsplan ist eine Alternative zu Auszahlungsplänen einer Versicherung und eignet sich ganz besonders für Rentner.
Bei einem Bankauszahlungsplan wird ein einmaliger Betrag an eine Bank gezahlt. Von diesem Geld plus Zinsen wird dann monatlich ein bestimmter Betrag an den Kunden zurückgezahlt. Die Laufzeit kann individuell vereinbart werden, es gibt jedoch kaum Auszahlungspläne mit einer längeren Laufzeit als 10 Jahre. Am Ende der vereinbarten Laufzeit ist das Kapital aufgebraucht. Bankauszahlungspläne werden nicht von allen Banken angeboten - hier gibt es nicht viel zu verdienen. Erkundigen sich bei Ihrer Hausbank oder im Internet.
Der Vorteil eines Bankauszahlungsplans ist, dass Sie ganz genau wissen, mit welchem Betrag sie monatlich rechnen können und das keinerlei Abschluss oder Verwaltungsgebühren anfallen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch, dass im Todesfall das Restguthaben an die Erben ausgezahlt wird, während bei einem Auszahlungsplan einer Versicherung dieser Vorteil teuer erkauft werden muss.
Die Zinseinnahmen, die über den Betrag von Euro 801,00 bei Ledigen und Euro 1602,00 bei Ehepaaren hinaus anfallen, müssen bei einem Bankauszahlungsplan versteuert werden. Die Geldanlage in einen Bankauszahlungsplan ist genauso sicher wie ein Sparkonto oder ein Tagesgeldkonto.

Betriebsrente: Einige größere Unternehmen können ihren Angestellten eine besondere Form der Altersvorsorge bieten: Eine Betriebsrente, die komplett von diesen Unternehmen finanziert wird und im Alter die gesetzliche Rente aufstockt.
Zu dieser Leistung sind Arbeitgeber keinesfalls verpflichtet - haben sie den Arbeitnehmern allerdings eine entsprechende Zusage gemacht, so ist diese einzuhalten. Dem Arbeitnehmer wird dabei eine Versorgungsleistung beim Erreichen einer bestimmten Altersgrenze verbindlich in Aussicht gestellt.
Doch auch wenn der Arbeitgeber diese freiwillige Leistung nicht gewährt, so kann der Arbeitnehmer über ihn eine Versicherung abschließen. Die entsprechenden Beiträge entnimmt der Arbeitgeber dem Lohn. So fällt das monatliche Gehalt zwar geringer aus, aber die Versorgungslücke im Alter kann auf diese Weise verringert werden. Möglicherweise gewährt das Unternehmen sogar noch einen Zuschuss, so dass sich die Beiträge insgesamt und somit auch die Versicherungsleistungen unter Umständen deutlich erhöhen.
Bis zu einem gewissen Betrag, im Jahre 2008 beispielsweise höchstens 2.544 Euro, sind diese Gelder nicht zu versteuern. Bei der Betriebsrente unterscheidet man zwischen Direktversicherung, Pensionsfond, Direktzusage, Unterstützungskasse und Pensionskasse.  

Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze: Dies sind festverzinsliche Wertpapiere des Bundes. Im Vergleich zu anderen Geldanlagen ist die Rendite in der Regel niedriger. Die Papiere gelten jedoch als absolut sichere Geldanlage. Die Verwaltung und der Kauf der Bundeswertpapiere ist kostenlos, wenn die Papiere direkt bei der Finanzagentur gekauft und verwaltet werden (www.deutsche-finanzagentur.de - hier können auch die aktuell gültigen Konditionen abgefragt werden). Banken nehmen in der Regel für die Verwaltung eine Gebühr. Die Zahlung kann per Überweisung oder per Lastschrift erfolgen - die Mindestanlage beträgt Euro 50,00.
Bundesschatzbriefe
haben eine Laufzeit von sechs (Typ A) beziehungsweise sieben (Typ B) Jahren. Innerhalb dieses Zeitraumes steigen die Zinsen jährlich an. Beim Typ A erfolgt eine jährliche Zinsauszahlung, beim Typ B erfolgt die Auszahlung der Zinsen und Zinsenzinsen zum Laufzeitende. Bundesschatzbriefe können frühestens nach einem Jahr (bis zu einem Betrag von Euro 5.000,00 innerhalb von 30 Zinstagen) vorzeitig zurückgegeben werden.
Finanzierungsschätze gibt es mit ein- oder zweijähriger Laufzeit.

Entnahmeplan: Viele Versicherungen bieten einen Auszahlungsplan (auch Entnahmeplan genannt) für Rentner und Senioren an. Gegen Einzahlung einer bestimmten Summe erfolgt eine lebenslange monatliche Rückzahlung, also sozusagen eine Zusatzrente. Die Höhe dieser monatlichen Zahlung kann jedoch nicht völlig exakt vorausgesagt werden, da auch anfallende Überschüsse eingerechnet werden. Diese Überschüsse sind jedoch nicht garantiert, sie können auch ganz entfallen. Bei einem Auszahlungsplan einer Versicherung fallen Abschluss- und Verwaltungskosten an. Seit dem 01.07.2008 müssen diese genau benannt werden.
Im Todesfall erfolgt eine Auszahlung an die Erben nur nach besonderer Vereinbarung. Das geht dann allerdings zu Lasten der monatliche Auszahlungshöhe.
Der Vorteil eines Auszahlungsplans einer Versicherung ist eindeutig, im Gegensatz zu einem Bankauszahlungsplan, dass die Zahlung bis an das Lebensende erfolgt.

Immobilie: Wer sich in seinem Bekanntenkreis bezüglich der favorisierten Altersvorsorgeformen umhört, wird vielfach die Antwort bekommen, dass doch der Besitz einer Immobilie die beste und sicherste Altersvorsorge sei. Nun ließe sich vermuten, dass die meisten Deutschen auch im Besitz einer solchen Immobilie sein müssten. Dies ist jedoch mitnichten der Fall: Vielmehr weisen internationale Statistiken die Deutschen geradezu als Eigenheimmuffel aus. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wohnt zur Miete.
Dabei liegen die Vorteile des Immobilienerwerbs auf der Hand: Wer in jüngeren Jahren ein Haus erwirbt und dieses dann über einen längeren Zeitraum hinweg abbezahlt, kann im Alter mietfrei wohnen oder alternativ Mieteinnahmen als eine Art zusätzlicher Rente kassieren. Es ist also sinnvoll, dass die Immobilie dann abbezahlt ist, wenn der Besitzer in das Rentenleben eintritt. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass im Falle der Eigennutzung trotz der wegfallenden Miete weitere Kosten anfallen. Gemeint sind nicht nur die Wohnkosten, sondern mit dem fortschreitenden Alter der Immobilie ebenso die Instandhaltungskosten.
Klar ist aber auch: Diese Form der Altersvorsorge ist wohl nur etwas für Menschen, die sie sich auch leisten können. Es darf nicht vergessen werden, dass der Immobilienerwerb häufig über Kredite finanziert wird, die schließlich abbezahlt werden müssen und das verfügbare Geld entsprechend langfristig verringern.   

Lebensversicherung: Typisch deutsch: Ordnung, Pünktlichkeit - und die Lebensversicherung! In Deutschland existieren derzeit mehr Lebensversicherungsverträge als das Land Einwohner zählt.
Vor allem die so genannte kapitalbildende Lebensversicherung ist äußerst beliebt, denn hier bietet sich dem Versicherten ein zweifacher Vorteil: Zum einen wird über die Laufzeit hinweg Kapital angespart, so dass im Alter durchaus eine ansehnliche Summe ausbezahlt werden kann. Zum anderen bietet die Lebensversicherung den Angehörigen im Todesfall des Versicherungsnehmers eine finanzielle Versorgung. Wer hingegen die Lebensversicherung nicht als Altersvorsorgemöglichkeit nutzen will, sondern lediglich seine Familie im eigenen Todesfall absichern möchte, wählt die Risikolebensversicherung.
Die Beiträge zu beiden genannten Formen können steuerlich geltend gemacht werden, sofern sie im Rahmen der Riester- oder Rürup-Rente abgeschlossen werden. Interessenten sollten vor Abschluss einer Lebensversicherung die verschiedenen Konditionen der diversen Anbieter überprüfen. Bei der Gesamtverzinsung - also der Summe aus Überschussbeteiligung und Garantiezins - kann es durchaus gravierende Unterschiede geben.
Auch ist zu überlegen, ob nicht andere Möglichkeiten der Altersvorsorge lukrativer sind. Der Wertzuwachs von zahlreichen Aktienfonds beispielsweise liegt wesentlich höher als der Gesamtzins des einen oder anderen Lebensversicherers.      

Rentenversicherung: Die in Deutschland abhängig Beschäftigten sind dazu verpflichtet, am Umlageverfahren der Altersversorgung teilzunehmen. Die Ansprüche der jetzigen Rentner werden aus diesem Umlageverfahren bedient. Einfacher ausgedrückt: Die momentan arbeitende Bevölkerung zahlt die heutigen Renten. Zugleich erwirbt sich jeder Zwangsversicherte einen Anspruch darauf, dass er selbst später einmal eine Rente erhält.
Die Regelaltersgrenze lag bis vor kurzem noch bei 65 Jahren. Fortan wird diese Marke in regelmäßigen Abständen heraufgesetzt, so dass für den Jahrgang 1964 im Jahre 2029 das 67. Lebensjahr als Regelaltersgrenze gilt. Davon ausgenommen sind Arbeitnehmer, die 45 Jahre lang Rentenbeiträge geleistet haben: Sie können nach wie vor mit 65 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand eintreten.
Positiv hervorzuheben an der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung ist die Tatsache, dass auch diejenigen in den Genuss einer Altersversorgung kommen, die bei einem rein privat organisierten Rentensystem aus Unwissenheit oder Geldnot keinerlei oder bestenfalls geringe Rücklagen gebildet hätten. Die Rentenversicherung kann also als wesentlicher Bestandteil des Kampfes gegen die Altersarmut gelten.
Dennoch ist kritisch zu hinterfragen, ob das Umlageverfahren auch künftig noch den Erhalt eines gewissen Lebensstandards im Alter garantieren kann. Ein Blick auf die demographische Entwicklung in Deutschland zeigt, dass immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren müssen. Es ist zu vermuten, dass die Belastungen der jüngeren Generation bald deutlich zunehmen, die Renten hingegen sinken werden.  

Riesterbausparen: Seit dem 01.01.2008 gibt es die Riester-Förderung auch für Bausparer. Inzwischen haben fast alle Bausparkassen Riester-Bausparpläne auf den Markt gebracht. Gefördert werden die Sparraten für einen Bausparvertrag und die Tilgungsraten einer Baufinanzierung. Anspruch auf die Riesterzulagen zum Bausparen hat der gleiche Personenkreis, der auch bisher schon Anspruch auf eine Riesterförderung (z.B. für die Altersvorsorge) hatte.
Die geförderte Immobilie muss vom Riestersparer selbst bewohnt werden und muss sich außerdem auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden.
Wer einer Riester-Bausparvertrag abschließt sollte prüfen, ob für diesen Vertrag noch weitere Förderungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das wären z. B.
- die Arbeitnehmerzulage - diese Zulage wird bis zu bestimmten Einkommensgrenzen (Ledige 17.900 Euro, Ehegatten 35.800 Euro) auf vermögenswirksame Leistungen gewährt, die unter anderem einem Bausparvertrag zufließen.
- die Wohnungsbauprämie - für diese Zulage gelten ebenfalls bestimmte Einkommensgrenzen (Ledige 25.600 Euro, Ehegatten 51.200 Euro). Seit dem 01.01.2009 gibt es diese Zulage nur zur “dauerhaften wohnwirtschaftlichen Verwendung”. Das heißt, dass die Zulage zurückgezahlt werden muss, wenn mit dem angesparten Geld nicht gebaut wird.

Riester-Rente: Die Riester-Rente ist benannt nach dem Bundesminister für Arbeit Walter Riester, der diese Form der privaten Rente zur Jahrhundertwende vorgeschlagen hatte. Mit dieser zusätzlichen, freiwilligen Altersvorsorge soll es Rentnern und Pensionären ermöglicht werden, der Absenkung des Rentenniveaus entgegenzuwirken.
Wer eine Riester-Rente abschließt, zahlt regelmäßig in eine Sparform wie Banksparplan, Fondssparplan oder Rentenversicherung ein. Diese Sparformen müssen allerdings von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein. Zum Ende der Laufzeit müssen zumindest die geleisteten Beiträge garantiert werden.
Der Vorteil der Riester-Rente liegt vor allem in der staatlichen Förderung. So gewährt der Staat beispielsweise für Ledige im Jahr 2008 eine Altersvorsorge von 154 Euro jährlich. Die Attraktivität der Riester-Rente für Besserverdienende besteht darin, dass diese 2008 bis zu 2100 Euro in einen Riester-Vertrag einzahlen können. Sie erhalten zwar nicht die oben erwähnte Zulage, können den geleisteten Betrag allerdings bei der Einkommensteuererklärung steuermindernd anrechnen. Dafür müssen bei der späteren Auszahlungsphase die Leistungen aus dem Riester-Vertrag versteuert werden.
Allerdings liegt das Einkommen bei Rentner und Pensionären vermutlich niedriger als in den Zeiten des aktiven Berufslebens, so dass mit einem niedrigeren Steuersatz zu rechnen ist und die Riester-Rente insgesamt eine lohnende Anlageform darstellt. 

Rürup-Rente: Die auf den so genannten Wirtschaftsweisen Bert Rürup zurückgehende Rürup-Rente ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Der für sein Alter Vorsorgende schließt einen Rentenversicherungsvertrag ab, in den er seine Beiträge bis zum Rentenbeginn einzahlt.
Vorteilhaft ist die Rürup-Rente vor allem deshalb, weil die geleisteten Beiträge bei der Steuererklärung als Sonderausgaben behandelt werden. Im Jahr 2005 ist es beispielsweise möglich, 60% der Zahlungen auf diese Art steuerlich abzusetzen. Jedes Jahr erhöht sich der steuerlich absetzbare Prozentsatz um 2 Prozentpunkte, so dass schließlich ab 2025 100% erreicht werden. Der anzusetzende Betrag ist jedoch begrenzt. So können Ledige maximal 20.000 Euro ansetzen, bei gemeinsam veranlagten Verheirateten verdoppelt sich dieser Betrag.
Profitieren können von der Rürup-Rente vornehmlich Selbstständige, weil sie keinerlei Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Zudem können sie ihre womöglich relativ hohe Steuerlast senken. Der Abschluss eines Rentenvertrags im Sinne der Rürup-Rente ist allerdings auch Angestellten möglich. Bei Renteneintritt wird die Rente schließlich lebenslang ausgezahlt, die Auszahlung der gesamten Summe ist nicht möglich.
 

Schatzbriefe der Banken: Einige Versicherungen und Banken versuchen gute Geschäfte zu machen, indem sie einige Produkte “Schatzbriefe” nennen. Diese Namensähnlichkeit mit den Bundesschatzbriefen ist gewollt. Bundesschatzbriefe werden von der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben. Sie gelten, weil der Bund mit seinem gesamten Staatsvermögen hinter dem Produkt steht, als absolut sichere Anlage.
Bei den Schatzbriefen der Banken und Versicherungen handelt es sich jedoch in der Regel um Zertifikate (Inhaberschuldverschreibungen). Diese Schatzbriefe werden höher verzinst als Bundesschatzbriefe, bergen jedoch ein Risiko. Bei einer Insolvenz wäre das Geld verloren (Viele Anleger haben das leider bei der Pleite der Lehmann Brothers Bank erfahren müssen). Bei einigen Produkten gibt es sogar ein Kursrisiko bei vorzeitigem Verkauf, oder es wird ein Ausgabeaufschlag verlangt.
Jeder Verbraucher sollte daher beim Kauf der Schatzbriefe genau überlegen, ob er höhere Zinsen mit dem Risiko eines Totalverlustes erkaufen will.

Festgeld oder Sparbrief: Bei einer Festgeldanlage oder einem Sparbrief handelt es sich um ein Anlage, bei der Sie Ihr Geld für einen im Voraus festgelegten Zeitraum anlegen. Sparbriefe werden in der Regel mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren angeboten. Für Festgeldanlagen gibt es oft auch Angebote mit einer kürzeren Laufzeit. Der Vorteil ist, dass der Zinssatz für den gesamten Anlagezeitraum fest vereinbart wird - in Zeiten steigender Zinsen kann das allerdings auch ein Nachteil sein. Falls Sie glauben, dass die Zinsen in absehbaren Zeit steigen werden, sollten Sie eine Anlage auf ein Tagesgeldkonto erwägen. Bei Sparkassen, Banken und Genossenschaftsbanken, die einer deutschen Einlagensicherung angehören, sind das Festgeld oder der Sparbrief so sicher angelegt wie z.B. auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto.
Die meisten Banken fordern eine Mindestanlagesumme, die in der Regel zwischen 1.000 und 5.000 Euro beträgt.

Sparbuch: Der Klassiker unter den Geldanlagen ist das Sparbuch. Der Bankkunde eröffnet ein Sparkonto und kann fortan unkompliziert Geld auf dieses Konto einzahlen. Dafür bekommt er Zinsen gutgeschrieben, deren Höhe je nach Bank und Bedingungen relativ stark variieren kann. Der Zinssatz ist allerdings in der Regel nicht festgeschrieben, es sei denn der Kunde hat mit der Bank für eine gewisse Zeit feste Zinssätze vereinbart.
Auf dem Sparbuch werden nach Eröffnung dann sowohl die Einzahlungen und Auszahlungen als auch die Zinsen aufgeführt. Der Zinssatz fällt beim Sparbuch ziemlich gering aus. Bei einer Inflationsrate von über 2% beispielsweise verliert der Kunde Geld, wenn sein angelegtes Guthaben beispielsweise mit lediglich 1,5% verzinst wird. Hier sollte man also die Konditionen der Banken intensiv vergleichen, bevor man sein Geld auf das Sparbuch einzahlt.
Bedacht werden sollte zudem, dass nicht immer das gesamte Guthaben auf einen Schlag zur Verfügung steht, sondern möglicherweise ein Limit für sofortige Auszahlungen in Verbindung mit einer Kündigungsfrist für den verbleibenden Betrag besteht. Dennoch ist das Sparbuch nach wie vor eine der beliebtesten Sparformen in Deutschland.
Eine Alternative zum klassischen Sparbuch ist eventuell das Tagesgeld, das zum einen täglich verfügbar bleibt und zum anderen bei vielen Anbietern höhere Zinsen bietet.  

Tagesgeld: Zahlreiche Bundesbürger haben mittlerweile ihrem geliebten Sparbuch den Rücken zugekehrt und legen ihre Ersparnisse lieber auf dem Tagesgeldkonto an. Die Vorteile von Tagesgeld liegen auf der Hand: Es ist täglich verfügbar, Kündigungsfristen müssen nicht beachtet werden und schließlich werden die Guthaben verzinst.
Meist fällt der Zinssatz beim Tagesgeld deutlich höher aus als beim klassischen Sparbuch. Tägliche Verfügbarkeit bedeutet in der Regel jedoch nicht, dass der Kunde das Geld sofort als Bargeld erhält und sich damit in den Supermarkt begeben kann. Vielmehr ist damit die Überweisung auf ein vom Kunden benanntes Referenzkonto - zum Beispiel das Girokonto bei der Hausbank - gemeint. Folglich steht das Geld erst nach der Überweisung, die schon mal drei Tage dauern kann, zur Verfügung.
Ob das Tagesgeld tatsächlich eine gute Form der Altersvorsorge darstellt, muss der Kunde individuell abwägen. Grundsätzlich war es in den vergangenen Jahren meist so, dass langfristige Anlagen höher verzinst wurden. Dank des intensiven Wettbewerbs um Neukunden ist allerdings der Zinssatz für Tagesgelder bei vielen Banken derart in die Höhe geschnellt, dass diese Geldanlage zuweilen lukrativer ist als die Bindung über einen längeren Zeitraum. Wesentlich bessere Renditen werfen auf lange Sicht hingegen diverse Fonds und Aktienpapiere ab.
Letztlich scheint die Option Tagesgeld vor allem für denjenigen Kunden reizvoll zu sein, der sich eine größere Investition wie den Kauf eines Automobils für die nächste Zeit vorbehält und der trotzdem nicht bei mickriger Verzinsung und hoher Inflationsrate sein Geld verlieren möchte.   

Vermögenswirksame Leistungen: Bei den Vermögenswirksamen Leistungen erhält der Arbeitnehmer seitens seines Arbeitgebers Geld auf ein Anlagekonto überwiesen. Diese Leistung wird zwischen beiden Parteien entweder im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart. Es wird zudem festgelegt, ob der Arbeitnehmer selbst einen gewissen Betrag in die Anlageform investieren muss.
Hinzu kommt die staatliche Förderung: Der Staat gibt die förderfähigen Anlageformen vor und flankiert die Vermögenswirksamen Leistungen bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze mit der Arbeitnehmersparzulage.   

Wachstumssparen: Das Wachstumssparen wird bei einigen Banken auch unter der Bezeichnung Zuwachsparen oder Dynamiksparen angeboten. Es wird einmalig ein Geldbetrag für eine fest vereinbarte Zeit angelegt. Der Zinssatz wird für den gesamten Zeitraum der Anlage fest vereinbart und steigt in der Regel jedes Jahr an. Bei Sparkassen, Banken und Genossenschaftsbanken, die einer deutschen Einlagensicherung angehören, ist das Geld beim Wachstumssparen so sicher angelegt wie z.B. auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto.
Falls Sie nicht ganz sicher sind, ob Sie das Geld nicht doch vor dem vereinbarten Auszahlungstermin benötigen, sollten sie eine Anlage mit der Möglichkeit zu einem vorzeitigen Ausstieg ( vorzeitige Kündigungsmöglichkeit) wählen.
Hier wäre ein Wachstumssparvertrag sinnvoll, der Ihnen die Möglichkeiten einräumt, die der gesetzlichen Kündigungsfrist bei Spareinlagen entsprechen: 2.000 Euro pro Monat sind ohne Kündigung sofort verfügbar. Über Summen, die darüber hinaus gehen, können Sie nach einer Kündigungsfrist von 3 Monaten verfügen. Einige Banken bieten auch die Möglichkeit einer Teilkündigung an.