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Der wohl entscheidende Unterschied
zum deutschen Schulsystem ist der, dass die Schule in Dänemark
gleich zwei Systeme hat. Einerseits das öffentliche Schulsystem,
das von ca. 88 Prozent aller Schüler genutzt wird. Dieses geht von
der 1. bis zur 10. Klasse. Daneben gibt es das private Schulsystem,
das von den restlichen 12 Prozent der Schüler genutzt wird. Die
Schule in Dänemark sieht eine 9-jährige Schulpflicht vor mit der Möglichkeit
eines freiwilligen 10. Jahres. Hierbei existieren ab der 8. Klasse
zwei Niveaustufen, eine davon vergleichbar mit den Leistungskursen
unserer Gymnasien. Bis zur 7. Klasse erhalten die Schüler in Dänemark
keine Noten in der Schule. Die Eltern müssen jedoch über den
Fortschritt ihrer Kinder informiert werden. Auch sieht die Schule in
Dänemark nicht vor, dass die Schüler an einer Abschlussprüfung
mitmachen müssen. Vielmehr können die Schüler entscheiden, ob sie
an einer Prüfung teilnehmen. Ab der 8. Klasse erhalten die Schüler
in Dänemark in all jenen Fächern Noten, in denen Prüfungen möglich
sind.
Um in der Hochschule zu studieren sieht die Schule in Dänemark
die Notwendigkeit eines zweijährigen Grundstudiums vor. Dieses
qualifiziert dann für eine Reihe weiterführender Studiengänge.
Alternativ dazu besteht die Möglichkeit nach dem 9- bzw. 10-jährigen
Schulbesuch in Verbindung mit Arbeitserfahrungen einen Test
abzulegen. Zwar sind einerseits alle Hochschulen kostenfrei, jedoch
gibt es für fast alle Studiengänge Zulassungseinschränkungen im
Sinne eines Numerus Clausus, der im Abschlussexamen erreicht werden
muss.
Was das Verhältnis zwischen Staat und Schule betrifft, so zahlt der
Staat den privaten Schulen ca. 70 Prozent aller Unkosten. Über
einen Vertreter kontrolliert der Staat dabei, ob an der privaten
Schule das Niveau auf dem selben Level gehalten wird wie an der öffentlichen
Schule.
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