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Fuerteventura liegt 120 km westlich
der marokanischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie ist eine der
Kanarischen Inseln.
Die Geschichte Fuerteventuras beginnt ca. 3000 v. Christus. Es wird
vermutet, dass nordafrikanische Berberstämme die Insel besiedelten
und aus ihnen die Ureinwohner Fuerteventuras, die Guanchen
entstanden.
Nicht eindeutig in geschichtlichen Unterlagen belegt ist der Besuch
Phönizische Seefahrer um das 11. Jahrhundert v. Christus.
„Die Inseln der Glückseligen“ wie der Dichter Homer
Fuerteventura in seiner Odyssee 850 v. Christus genannt hat, soll es
bis zur Ankunft der Spanier im 15. Jahrhundert einen Steinwall
gegeben haben, der den nördlichen vom südlichen Inselteil trennte.
Zu dieser Zeit war die Insel in zwei Königreiche unterteilt. Das Königreich
Mazorate im Norden von Fuerteventura regiert von König Guize und
das von König Ayoze regierte Gandia im Süden.
Der Normanne Jean de Béthencourt begann seine Expedition nach
Fuerteventura im Jahre 1402 von Lanzarote aus. Nach der Eroberung
ließen sich König Guize und König Ayoze im Jahre 1405 nicht ganz
freiwillig taufen, damit sie weiter auf der Insel Leben durften.
Daraufhin bekamen sie sogar einige ihrer Ländereien zurück. Zu
dieser Zeit wurde auch die Hauptstadt Betancuria gegründet.
Im Jahre 1412 wurde Béthencourt vor dem spanischen König der
Lehenseid abgenommen. Das Lehenstum von Béthencourt bestand
allerdings nur bis zum Jahre 1424. Dann wurde es aus politischen Gründen
in ein Bistum umgewandelt. Der zuständige Bischof allerdings trat
nie seinen Dienst auf Fuerteventura an.
Guillén de las Casas erwarb die Insel 1430. Daraufhin wurde die
Ernennung zum Bistum als nichtig erklärt.
Der Missionar der Guanchen der Mönch Franziskanermönch Didakus kam
1441 nach Fuerteventura und gründete damals das Kloster
Fortaventure.
1456 erbte Diego García de Herrera den Besitz von Guillén. Als Señores
herrschten Diego García de Herrera und seine Erben bis zum Jahre
1708. Ihre wichtigste Geldquelle war die Sklavenjagd an der
nordafrikanischen Küste.
Die Gründung einer Militärherrschaft im Jahre 1708 löste zum Teil
die Herrschaft der Señores ab, deren Hauptsitz in La Oliva war.
Diese Militärherrschaft wollten englische Korsaren 1740
unterwerfen, scheiterten aber bei zwei Schlachten in Tuineje. Zu Überfällen
von Freibeutern kam es während des 17. und 18. Jahrhunderts öfters.
Diese wurden aber immer erfolgreich abgewehrt.
Als neue Hauptstadt wurde 1834 Antigua benannt und der
Verwaltungssitz von Fuerteventura wurde 1835 nach Puerto de Cabras
(heute: Puerto del Rosario) verlegt.
Komplett aufgelöst wurde die Señores Herrschaft als Isabella II
Fuerteventura als Freihandelszone erklärte. 1859 wurde die Militärherrschaft
komplett abgeschafft und daraufhin Puerto de Cabras 1860 als neue
Hauptstadt der Insel ernannt. Sie ist es bis heute geblieben.
Im Jahre 1912 erhielt die Insel Selbstverwaltungsrechte (Cabildo
Insular) und wurde 1927 Teil der Provinz Las Palmas. Erste
Touristenbesuche wurden 1966 verzeichnet.
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