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Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen
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Die Kleine Meerjungfrau ist eine
bedeutende Sehenswürdigkeit in Kopenhagen, wenn nicht sogar DAS
Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt schlechthin.
Der Platz, vor
dem die Meerjungfrau im Hafen auf einem Felsen sitzt, ist frei
zugänglich, weshalb es auch nur Schätzungen über die Besucherzahl
gibt. In einigen Publikationen ist die Rede von bis zu einer Million
Besuchern jährlich. Selbst wenn diese Zahl dem einen oder anderen
etwas zu hoch gegriffen scheint, so wird der Kopenhagen-Tourist zu
jeder Jahreszeit tagsüber stets mindestens ein Dutzend
Interessierte vorfinden. Auffällig ist, dass die asiatischen Gäste
meist in der Mehrzahl sind. Dementsprechend wird auch recht viel
fotografiert und fast immer steht gerade jemand vor der
Meerjungfrau, um sich für ein Erinnerungsfoto ablichten zu lassen.
Überfüllt ist es aber eigentlich nie, es sei denn es sind in der
Hauptsaison gerade zufällig mehrere größere Touristengruppen vor
Ort.
Die wenigsten Touristen wissen allerdings, dass sie gar nicht
die Originalskulptur vor die Linse bekommen. Diese wird nämlich an
einem anderen Ort verwahrt, die Figur im Hafen von Kopenhagen ist
demnach ein Plagiat. Ein Plagiat mit einer ganz eigenen Geschichte:
Die Meerjungfrau wurde in den vergangenen Jahren immer wieder schwer
misshandelt. Das Anmalen gehört hierbei noch eher in die harmlose
Kategorie. Der Meerjungfrau wurde schon einmal ein Arm abgesägt und
Kriminelle trennten der wehrlosen Dame in den sechziger und neunziger Jahren des
vergangenen Jahrhunderts sogar den Kopf ab. Heftigster Anschlag:
Vermutlich ein Explosion ließ die Meerjungfrau gänzlich ins Wasser
abtauchen.
Wer das Wahrzeichen von Kopenhagen besichtigen möchte,
sollte sich darauf gefasst machen, dass diese Skulptur einen großen
Unterschied zu vielen anderen Wahrzeichen dieser Welt aufweist: Sie
ist unglaublich klein, gerade einmal 1,25 Meter. Dennoch ist sie an
der Uferpromenade der Langelinie nicht zu verfehlen.
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