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Wer eine größere Anschaffung
plant und zum Zwecke dieser Investition einen Kredit aufnehmen
möchte, erkundigt sich meist ohne weitere Überlegungen bei den
Bedingungen seiner Hausbank. Aufgeklärte Verbraucher vergleichen
die Kreditangebote mehrerer Geldinstitute recht intensiv und
entscheiden sich dann für den günstigsten, schnellsten und/oder
unkompliziertesten Anbieter. Immer mehr Kreditsuchende wählen
jedoch einen dritten Weg: Sie besorgen sich ihr Geld nicht bei den
etablierten Geldhäusern, sondern bei anderen Privatpersonen.
Natürlich, die Geldleihe bei
Verwandten oder guten Freunden ist wahrlich nichts Neues - Relativ
neu hingegen ist die Möglichkeit, sich diverser Plattformen im
Internet zu bedienen, auf denen Privatpersonen sich als Kreditgeber
offerieren, andere hingegen eine Finanzierungsquelle suchen. Person
A möchte sich ein Fahrrad kaufen, Person B stellt dazu einen
verzinsten Kredit zur Verfügung.
Über eines sollte sich derjenige,
der sein Geld hier verleiht, aber im Klaren sein: Einen
Komplettschutz vor Verlust gibt es selbstverständlich nicht. Auch
ist nicht bei allen Plattformen eine Bank zwischengeschaltet, so
dass bei häufiger und hoher Kreditvergabe einer Privatperson
durchaus der Eindruck eines gewerbemäßigen Handels mit
möglicherweise dauerhaftem Gewinnertrag entstehen kann. Dann wäre
aber eine Bankerlaubnis erforderlich.
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