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Stellen Sie sich vor, Sie stehen kurz
davor, der Liebe Ihres Lebens das Ja-Wort zu geben, wissen jedoch
nicht, wer Ihr leiblicher Vater ist!
Just in dieser Situation befindet sich die zwanzigjährige Sophie,
die zusammen mit ihrer Mutter Donna auf einer malerischen,
abgeschiedenen, griechischen Insel lebt. Das Mädchen stöbert im
Tagebuch Donna's und erfährt so, daß drei Männer - Sam
(amerikanischer Architekt), Harry (britischer Bankier) und Bill
(australischer Schriftsteller) - als mögliche Väter in Frage
kommen. Heimlich lädt Sophie die Drei zu ihrer in Bälde bevor
stehenden Hochzeit ein. Ihre Mutter erhält indessen Besuch von
ihren besten Jugendfreundinnen Tanya und Rosie. Gemeinsam frischen
die drei Frauen Erinnerungen an ihr einstmaliges Gesangstrio
"Donna and The Dynamos" auf.
Dies ist im Wesentlichen die Handlung des Musicals "Mamma
Mia!" Zündende Dynamik und mitreißender Schwung werden dem Rätselraten
um die Identität von Sophie's Vater mittels einer Vielzahl
geschickt eingewobener weltweit bekannter ABBA-Hits verliehen.
Urheber dieses sogenannten Jukebox-Musicals sind Benny Andersson und
Björn Ulvaeus, verantwortlich für die Kompositionen, und die
britische Autorin Catherine Johnson, aus deren Feder das Libretto zu
"Mamma Mia!" stammt. Andersson und Ulvaeus standen anfänglich
der Idee, aus ABBA-Songs ein Singspiel zu gestalten, sehr skeptisch
gegenüber. Doch das Konzept einer verwickelten, turbulenten
Mutter-Tochter-Geschichte überzeugte die Beiden schließlich.
Die Welturaufführung von "Mamma Mia!" fand am 6. April
1999 in London statt, exakt ein Vierteljahrhundert nach dem
grandiosen Durchbruch der schwedischen Popgruppe beim Eurovision
Song Contest mit "Waterloo". Im Jahre 2008 wurde das
Musical mit Weltstars wie Meryl Streep, Pierce Brosnan, Julie
Walters und Colin Firth verfilmt. Der Streifen der amerikanischen
Produktionsgesellschaft Playtone (Inhaber: Tom Hanks) sorgte
weltweit für Begeisterung.
"Mamma Mia!" ist kein intellektuell besonders
anspruchsvoller oder gar ernsthafter Stoff. Aber die zündenden
Rythmen und romantischen Melodien der immergrünen ABBA-Songs sind
in jedem Falle Garanten für einen beschwingten und heiteren
Theater- oder Kinoabend.
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