|
Mit "The Sweet" zog ein
neuer Musikstil in die Popmusik der 70er Jahre ein. Die adretten
Boys mit den gepflegten langen Föhnfrisuren, die in schriller,
greller Aufmachung auftraten, wurden berühmt mit ihrer legendären
Bubblegum-Music. Die Langspielplatten und B-Seite der Singles von
The Sweet waren meist rockiger und rhythmischer als die
Disco-Fox-tauglichen A-Seiten. Die vier Jungs aus Middlesex
(England) spielten zuerst in kleineren Locations und traten in
Diskotheken auf. Der Sänger Brian Connolly, der Schlagzeuger Mick
Tucker, der Gitarrist Frank Torpey und der Bassist Steve Priest gründeten
in den 60er Jahren zunächst die Gruppe Sweetshop. 1970 bekamen sie
ihren ersten Plattenvertrag. Der
Gitarrist Frank Torpey verließ die Band und Andy Scott wurde als
Gitarrist neues Bandmitglied. Bald darauf erschien die erste Single
"Co-Co", die die Hitlisten in Großbritannien und
Deutschland stürmte. Mit kometenhaften Auftritten und Hits startete
nun die Bandkarriere von The Sweet. Ihren größten Erfolg landete
The Sweet 1973 mit dem Hit "Blockbuster". Auf dem
absoluten Höhepunkt ihrer Karriere erschienen Singles wie "Ballroom
Blitz", "Teenage Rampage" oder "Fox on the
Run". Bisher wurden die Hits von Mike Chapman und Nicky Chinn
geschrieben. Nun wollte The Sweet eigene Wege gehen und die Band
machte ihre Musik von nun an selbst. Sie veröffentlichte ihr erstes
eigenes Album mit dem Titel "Sweet Fanny Adams". Jedoch
wurde es nach ihrem Hit "Love is like Oxygen" immer
ruhiger um die Pop-Gruppe. Der alkoholkranke Sänger Brian Connolly
kehrte 1979 der Band den Rücken und wurde durch Gary Moberley
ersetzt. Nach vielen
erfolgreichen Jahren löste sich The Sweet 1980 endgültig auf.
Brian Connolly versuchte sich mehr oder weniger erfolglos als Solist
und trat bis zu seinem Tode im Jahre 1997 mit alten Sweet-Titeln in
Oldieshows auf. Bereits fünf Jahre später verstirbt auch Mick
Tucker an Leukämie. Der Gitarrist und Sänger Andy Scott tritt noch
heute gemeinsam mit einer Band mit Oldie-Titeln aus den
erfolgreichen 70er Jahren auf. Der ehemalige Bassist Steve Priest
lebt in den Vereinigten Staaten.
|