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Ursachen des
Muskelkaters
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Muskelkater tritt meist
ein bis zwei Tage nach einer Überbelastung, also einer ungewohnten
oder besonders starken muskulären Anstrengung auf. Das ist wissenschaftlich
erwiesen und kann von jedem und jeder bezeugt werden, der/die bereits von
Muskelkater geplagt wurde - und das dürfte so ziemlich jede/r sein!
Uneins hingegen ist sich die Wissenschaft bei der Frage, was genau den
Muskelkater hervorruft, also welche Körperreaktion bei bzw. nach der
Überbelastung den Schmerz auslöst. Noch vor wenigen Jahren wurde
Muskelkater auf eine Übersäuerung der Muskulatur zurückgeführt.
Diese These allerdings scheint widerlegt zu sein. Die Tatsache, dass
gerade exzentrische Kontraktion (bei der kaum Milchsäure gebildet
wird) verantwortlich für Muskelkater ist, macht Milchsäure
als Ursache äußerst unwahrscheinlich. Mittlerweile gilt es als
gesicherte Erkenntnis, dass Muskelkater durch kleinste Risse innerhalb
der Muskelfasern entsteht. Elektronenmikroskopische Untersuchungen erhärten
diesen Verdacht. Muskelkater beginnt jedoch trotz der bereits während
der Überbelastung auftretenden Risse erst zu einem sehr viel späteren
Zeitpunkt. Dies liegt daran, dass die schmerznervenendungen im Bindegewebe
liegen, also nicht direkt an oder gar in den Muskelfasern. Das heißt:
Risse in den Muskelfasern führen nicht direkt zu Schmerzempfindungen.
Erst wenn die beschädigten Strukturen in der Zelle abgebaut werden,
reizen die Spaltprodukte nach ihrem Austritt die Schmerznerven. Außerdem
wird Wasser in die Zellen gezogen, wodurch diese anschwellen, Gefäßeinengungen
verursachen und somit die Durchblutung beeinträchtigen. Auch hier
liegt eine Ursache des Schmerzes.
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