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Bei aller positiven Betrachtung der
Riester-Rente darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass
natürlich auch an diesem Vorsorgekonzept Kritik geübt wird. So
wird seitens der Kritiker beispielsweise darauf hingewiesen, dass
die Riester-Rente wegen ihrer Attraktivität andere Formen der
Altersvorsorge verdrängen könnte. Weitere Kritikpunkte in der
Übersicht:
1. Personen mit niedrigem Einkommen
sowie Arbeitnehmer, die über einen langen Zeitraum hinweg
arbeitslos gewesen sind, erhalten im Alter möglicherweise nur eine
geringe Rente, die der Grundsicherung entspricht. Mit dieser
Grundsicherung könnten dann Zuflüsse aus der Riester-Rente
verrechnet werden, so dass letztlich der Staat entlastet wird, der Rentner
aber trotz seiner früheren Einzahlungen keine höhere Rente
erhält.
2. In der Auszahlungsphase sind die
Erträge aus der Riester-Rente ohne Abzüge
einkommensteuerpflichtig.
3. Der Riester-Rentner ist an den
Wohnsitz Deutschland gebunden. Schließlich beruht das Konzept der
Rente darauf, dass die Zuflüsse im Alter besteuert werden. Dieser
Besteuerung könnte sich derjenige entziehen, der seinen Lebensabend
im Ausland verbringt.
4. Die Anbieter der Riester-Rente
müssen dem Sparer eine garantierte Zahlung am Ende der Laufzeit
garantieren. Durch diese Risikoschmälerung sinkt vermutlich auch
die Rentabilität des Vertrags.
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