Wer
sich mit dem Auto auf den Weg nach La Tranche sur Mer macht,
sollte eines unbedingt vorher in Erfahrung bringen: Den
Starttermin der französischen Sommerferien. Während zu
"normalen" Zeiten die Autobahnen in Frankreich nicht
gerade überfüllt sind, entstehen vor allem am ersten
Ferienwochenende in Richtung Süden massive Staus von über 10
Kilometern Länge. Häufige Stauursache sind die Mautstationen,
an denen der Autofahrer einen Betrag für die Autobahnnutzung
entrichtet. Zu Beginn der mautpflichtigen Strecke fährt er an
eine Schranke heran, zieht ein Ticket und bezahlt seine Fahrt
schließlich am Ende dieser Strecke. Bei hohem Verkehrsaufkommen
ist bei diesem Verfahren ein Stau die logische Konsequenz.
Der
deutsche Autofahrer muss sich in der Regel darauf einstellen,
dass er die Paris umgebende Ringautobahn benutzen wird. Auch
hier sind Staus - nicht nur während des Feierabendverkehrs -
keine Seltenheit. Unter anderem wegen der zahlreichen Abfahrten
ist mit häufigem Spurwechsel anderer Verkehrsteilnehmer zu
rechnen. Motorradfahrer nehmen sich das Recht heraus, sich
zwischen den Autos hindurchzuschlängeln. Wer ohne Stau
durchfahren kann, wird beispielsweise vom äußersten Nordwesten
der Republik aus, der Stadt Emden, etwa 12 Stunden mit dem Auto
unterwegs sein.
Es
empfiehlt sich gerade für Frankreich und die Autobahnen um
Paris ein Navigationsgerät. Wer die falsche Abfahrt in der
französischen Hauptstadt erwischt, gerät schnell in den
Pariser Stadtverkehr - und dieser ist um ein Vielfaches
stressiger als der dann doch vergleichsweise beschauliche Verkehr
auf der Autobahn.