Als "Kaiserbäder"
werden auf der Insel Usedom die drei Badeorte Heringsdorf,
Ahlbeck und Bansin bezeichnet. Schon im 19. Jahrhundert
verbrachten adelige und wohlhabende Bürger hier ihren
Urlaub. Kaiser Wilhelm II. hat sich hier häufig
aufgehalten.
Die zahlreichen Bauten, die im
19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet
wurden, sind unter dem Begriff "Bäderarchitektur"
zusammengefasst. Diese Gebäude sind aufwändig, mit
vielen Details (wie zum Beispiel Türmen, verzierten
Veranden, Erkern und Säulen) gebaut worden. Fast alle Gebäude
aus damaliger Zeit wurden inzwischen umfassend restauriert
und werden heute als Hotels, Gaststätten oder
Ferienwohnungen genutzt.
Alle drei "Kaiserbäder"
haben den Status eines Seeheilbades.
Die Strandpromenade, die die
drei "Kaiserbäder" verbindet, ist mehr als 8
Kilometer lang. Der Übergang vom Strand zur Promenade
ist jedoch überwiegend bewachsen. Daher kann nur an einigen
Stellen (z.B. in Ahlbeck und Bansin) von der Promenade aus
direkt auf das Meer geblickt werden. Es sind jedoch
reichlich Strandzugänge angelegt worden. Ein schöner
Blick aufs Meer eröffnet sich auch von den beeindruckenden
Badebrücken, die in jedem der drei Seeheilbäder
vorhanden sind.
Der durchgehende Strand der
drei "Kaiserbäder" auf Usedom ist breit,
feinsandig. Der Bereich direkt am Meer ist relativ fest.
Dadurch sind herrliche, kilometerlange Strandspaziergänge möglich.